Willkommen in der Welt der Ölraffinerien. Ölraffinerien sind komplizierte Gebilde. Ähnlich einer Papiermühle, die aus Zellstoff Papier herstellt, verarbeiten unsere Raffinerien Rohöl zu Benzin, Biodiesel, Diesel, Düsentreibstoff und vielen anderen Produkten. Doch wie funktioniert dieser Raffinierungsprozess?

Der Raffinierungsprozess läuft im Wesentlichen so ab: Zunächst wird Rohöl in einer Rohöldestillationsanlage (Crude Destillation Unit, CDU) destilliert. Diese CDU liefert eine Reihe von Grundprodukten: LPG, Naphtha, Kerosin, Gasöl und Heizöl. Diese Grundprodukte werden dann in Veredelungsanlagen weiter verarbeitet. So besitzt zum Beispiel die Petroplus-Raffinerie in Cressier eine Reformeranlage und eine Isomerisierungsanlage, in denen Naphtha zu Benzin verarbeitet wird. Hinzu kommen eine Entschwefelungsanlage für die Verarbeitung von Gasöl zu (schwefelarmem) Diesel und eine thermische Cracking-Anlage, die aus Heizöl zusätzliches Benzin und Gasöl herstellt.
In einer Raffinerie laufen drei grundlegende Schritte ab: Reinigen, Trennen, und Veredeln. Eine typische Raffinerie kostet heute zwischen einer halben Milliarde und mehreren Milliarden Euro. Jede unserer sieben Raffinerien arbeitet an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Für den Betrieb jeder dieser Raffinerien benötigen wir eine grosse Zahl engagierter Mitarbeiter.
Als Faustregel gilt: Je mehr Veredelungseinrichtungen, desto komplexer ist die Raffinierie. Komplexe Raffinerien haben in der Regel einen höheren Wiederbeschaffungswert, erarbeiten jedoch auch eine höhere Marge. Die Petroplus-Raffinerie in Teesside ist eine relativ einfache Raffinerie. Die Raffinerien Coryton, Ingolstadt, Cressier und BRC sind komplexer, da sie zusätzliche Einrichtungen besitzen, die erweiterte Veredelungskapazitäten bedeuten.
Sehen Sie sich unsere Raffinerien und unser Verarbeitungswerk doch einmal näher an.
Coryton, UK
Petit Couronne, FR
Ingolstadt, D
Reichstett, FR
Cressier, CH
Teesside, UK
BRC-Raffinerie, BE
APF Antwerp Processing Facility, BE
