Die Raffinerie Ingolstadt befindet sich auf einem 128 Hektar großen Standort in Ingolstadt, Deutschland, etwa 80 Kilometer nördlich von München. Sie wurde 1963 von ExxonMobil CE gebaut und von Petroplus im April 2007 übernommen. Die Raffinerie besitzt Anlagen für die integrierte atmosphärische und Vakuum-Destillation und das Fluid Catalytic Cracking (FCC) und hat eine Nennkapazität von 110 000 Barrel pro Tag.
Zwischen 2000 und 2003 wurde die Raffinerie mit einer Wasserstoff-Anlage, einem katalytischen Naphtha-Splitter und weiteren Einrichtungen nachgerüstet. Damit sollte unter anderem der Schwefelgehalt des Öls auf die deutschen Standardwerte für Benzin und Ultra-low Sulfur Diesel (ULSD) gesenkt werden, die noch vor dem Inkrafttreten der vom europäischen Programm Auto-Öl-II gesetzten Standards im Jahr 2009 eingeführt wurden.
Ihr Rohöl bezieht die Raffinerie über die 465 km lange Transalpine Ölleitung (TAL), die vom Hafen Triest (Italien) nach Ingolstadt führt.
Die in der Raffinerie Ingolstadt hergestellten Produkte wie Flüssiggase Propan und Butan, der Chemiegrundstoff Propylen, Ottokraftstoffe, Flugkraftstoffe, Diesel, leichtes und schweres Heizöl sowie Bitumen und Schwefel werden hauptsächlich in Deutschland und Österreich abgesetzt. Wir verkaufen den Grossteil unseres Ausstoßes an Ölgesellschaften, Wiederverkäufer, die Industrie und Tankstellen.
Die Produkte werden über die eigene TKW-Beladestation und die Kesselwagen-Beladestation der Raffinerie Ingolstadt ausgeliefert. Dies garantiert eine stabile Belieferung der lokalen Märkte.